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Tiefer als Worte

Philip Hopf war Schulabbrecher, hat auf dem Bau und in der Gastronomie gearbeitet und 2011 mit seinem Bruder ein Unternehmen für Finanzanalysen gegründet. Heute lebt er in der Schweiz und macht Podcasts.

Bei ihm war ich selbst schon zu Gast. Diesmal saß er bei mir.

Der Satz, den er als wertvollsten nennt

Wenn du wissen willst, wer dich beherrscht, achte darauf, wen du nicht kritisieren darfst.

Voltaire, zitiert von Philip Hopf

Ich hatte sofort Gänsehaut.

Warum er seine YouTube-Einnahmen verschenkt

Das war mir vorher gar nicht klar, und er hängt es auch nicht an die große Glocke: Die kompletten Einnahmen seines Analyse-Kanals, je nach Monat zwischen zwölf- und vierundzwanzigtausend Euro, gehen an Rentnerinnen und Rentner. Früher ist er dafür selbst losgezogen, heute rufen sie in Altersheimen an.

Er relativiert das sofort: Er lebe nicht von YouTube, er habe ein anderes Geschäft. Andere könnten sich das schlicht nicht leisten.

Zeit gegen Geld

Sein eigentliches Thema. Die meisten Menschen tauschen ihre Lebenszeit gegen Geld: der Angestellte gegen wenig, der Vorstand gegen mehr, aber das Prinzip bleibt dasselbe. Die Zeit läuft ab, das Geld kommt rein.

Seine Antwort auf die Frage, was er mit 5.000 Euro und ohne Job täte: Ausgaben klein halten. Und dann keinen Job mit Stundenlohn suchen, sondern einen mit Hebel: Umsatzbeteiligung, Gewinnbeteiligung. Etwas, wo Mehrleistung auch mehr bringt.

Dazu ein Gedanke, der mir hängen geblieben ist: Werde für deinen Arbeitgeber unersetzlich. Er erzählt von seiner Assistentin. Bei dem Gedanken, sie könnte kündigen, bekomme er Schweißperlen auf der Stirn.

Was er sich wünscht, dass man mitnimmt

Ich setze mich mit allen Leuten hin. Das ist meine Definition von Toleranz. Nicht mit jemandem zu reden, weil er dies wählt oder jenes denkt, das ist die Definition von Intoleranz.

Philip Hopf

Der erste Satz am Morgen

Zum Schluss ein Glaubenssatz von seinem Mentor Bob Proctor: Der erste Satz nach dem Aufwachen ist immer today is gonna be a wonderful day. Egal, wie der Tag dann wird. Es geht darum, womit man das eigene Denken startet.

Dazu passt etwas, das ich oft sage: Du hast keinen schlechten Tag. Du hast einen schlechten Moment.


Über den Gast

Philip Hopf ist Mitgründer eines Finanzanalyse-Unternehmens und Podcaster.

Instagram: @philiphopf

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