Zum Hauptinhalt springen

Tiefer als Worte

Eigentlich wollte Nina ihren fünfzigsten Geburtstag mit ihrem Mann feiern. Stattdessen sitzt sie allein in einem alten Hotel in den venetischen Hügeln. Sabine Steck erzählt von einer Frau, die sich fragt, ob das schon alles war, und von dem Mut, noch einmal neu anzufangen.

Buchcover von „Das Leuchten der kleinen Momente“ von Sabine Steck

Roman von Sabine Steck

Rowohlt Verlag

Eine Villa, ein Labyrinth und eine Frage

Schauplatz ist die Villa Primaluna, ein altes Hotel in den Hügeln Venetiens, mit einem grünen Labyrinth im Garten. Ein passenderes Bild für Ninas Lage gibt es kaum: Sie sucht einen Weg, ohne schon zu wissen, wohin er führt. An ihrer Seite steht Consilia, die das Hotel seit Jahrzehnten führt. Dass die Geschichte in Venetien spielt, ist kein Zufall. Sabine Steck lebt in Italien, und Venedig ist die Stadt, die sie nach eigenen Worten wohl immer faszinieren wird.

Den Stoff hat sie jahrelang mit sich herumgetragen. Dass ein Verlag ihr die Möglichkeit gab, ihn zu erzählen, nennt sie selbst „wundervoll“.

Für Frauen, die sich fragen: War das schon alles?

Geschrieben hat sie den Roman für alle Frauen, die sich selbst schon einmal gefragt haben, ob das jetzt schon alles im Leben gewesen sein soll. Ihre Hauptfigur ist 50, und so alt sind auch die Leserinnen, an die sie denkt. Dramatisch muss dieser Punkt nicht sein, sagt sie. Manchmal ist es einfach die leise Frage, wie es weitergehen soll.

Mitnehmen sollen ihre Leserinnen, dass es nie zu spät ist, sich auf sich selbst zu besinnen, zu sich selbst zurückzufinden und einen neuen Weg zu gehen. Den eigenen Weg, egal in welchem Alter.

„Ich darf mir selbst vertrauen.“

Aus „Das Leuchten der kleinen Momente“

Eine Autorin, die selbst neu angefangen hat

Wie sehr dieses Thema ihr eigenes ist, zeigt ihr Weg. Mit zwölf hat Sabine Steck angefangen zu schreiben. 2012 veröffentlichte sie ihren ersten Roman selbst, viele Liebesromane folgten, fast alle spielen in Italien. Mit Ende 50 merkte sie, dass sie nicht mehr authentisch über Heldinnen Mitte 30 schreiben konnte. Statt aufzuhören, hat sie sich neu ausgerichtet, eine Agentur gefunden und einen Verlag überzeugt.

Viel verdankt sie dabei einem Satz, der sie vor einigen Jahren getroffen hat: „Nur was sein darf, kann gehen.“ Wer hinschaut, statt wegzuschieben, kann sich verändern. Fehler sind Helfer, sagt sie, man muss nur die Buchstaben ein wenig verdrehen.

Über die Autorin

Sabine Steck
Foto: Anna Amilar

Sabine Steck stammt aus Regensburg und lebt heute in Italien. Sie ist Autorin, Lektorin und Korrektorin und begleitet als Schreibcoach vor allem Frauen auf dem Weg zum eigenen Buch, nach dem Grundsatz Kooperation statt Konkurrenz. Sie liebt Venedig, Füller, Notizbücher und Tassen, und einmal im Jahr fährt sie an einen Ort, an dem sie noch nie war. Neben ihren Romanen schreibt sie auch Krimis um Emma Ferrari.

Das sagt Luca über die Autorin

Sabine bin ich spontan auf LinkedIn begegnet, und ein Buch, das meine Heimat und mich verbindet, darf in meiner Tiefer als Worte Bücherwelt keinesfalls fehlen. Es war toll für mich, mich kurz mit Sabine auch auf Italienisch zu unterhalten, ich liebe das. Außerdem ist eine sehr schöne Podcastfolge entstanden, in der wir in die Tiefe gehen.

Zum Buch: Erschienen im Juli 2026 im Rowohlt Verlag.

Weitere Bücher